Hornissen und Wespen

 

 

 

Viele Menschen fühlen sich durch Hornissen und Wespen bedroht.
Der Umgang des Menschen mit Insekten ist aber häufig geprägt von Vorurteilen.
Die Abtötung von Hornissen- und Wespenvölkern ist oft als Maßnahme
unnötig und geschieht aus Unkenntnis der Lebensweise und Verhaltensmuster dieser Tiere.

Daher haben bisher besorgte Bürger Rat bei den Verwaltungen, Imkern, Feuerwehren,
der Polizei oder den Rettungsleitstellen gesucht, weil Sie sich von Hornissen,
Wespen oder was sie dafür gehalten haben, belästigt oder bedroht gefühlt haben.
Diese Stellen konnten jedoch selten eine dem besorgten Bürgern ausreichende Beratung geben.
Da diese Situation für alle Seiten unbefriedigend war, hat der Landkreis Emsland
ehrenamtliche Berater geschult und damit ein kreisweites Netz von Hornissen- und Wespenberater
aufgebaut. Die Berater klären auf Anfrage über die die Lebensweisheiten dieser Insekten auf,
informieren über das richtige Verhalten und bauen landläufige unbegründete Vorurteile ab.
Erfahrungen der unteren Naturschutzbehörde belegen, dass viele Fälle allein durch
Aufklärung und Beratung gelöst werden können.
Auch für das Gemeindegebiet Spelle hat sich ein Feuerwehrkamerad als
Hornissen- und Wespenberater schulen lassen. Wenn Sie der Meinung sind,
dass eine unmittelbare Gefahr durch Wespen, Hornissen o.ä. Tiere besteht,
wenden Sie sich an die Gemeinde.
Von dort aus wird der Hornissen- und Wespenberater eingesetzt.

 

Die Gemeinde ist zu erreichen unter:
Hauptstr. 43
48480 Spelle
Tel.:05977/937-0
Fax: 05977/937-481

Samtgemeinde@spelle.de
www.spelle.de

 

So gehen Sie mit Wespen richtig um
NABU gibt die zwölf besten Tipps zum richtigen Umgang mit Wespen
 
Am Kaffeetisch und beim Grillen:
Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb heftige Bewegungen.
Nur zwei der acht heimischen Wespenarten stehen auf Süßspeisen und Fleisch / Wurst (Deutsche Wespe und Gemeine Wespe). Es ist sinnvoll Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nachdem Essen sollte der Mund bei Kindern abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.
Nie direkt aus der Flasche trinken.
Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken. Wespen können durch eine abseits stehende Flasche mit süßem Inhalt abgelenkt werden.
Wespen werden von dem süßlichen Geruch von Parfum und Autan angezogen und fliegen gerne auf bunte Kleidung.
Sind Wespennester in Hausnähe, bringt man Fliegengaze an Fenstern und Türen an.
Wespennester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen rechnen. Wespen haben ein Langzeitgedächtnis!
Bleibt man auf einer Distanz von 2-3 Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.
Für Kleinkinder in der Nähe des Nestes Absperrung machen. Nicht barfuß laufen, da sich auch Nester in der Wiese befinden können.
Obst rechtzeitig abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen vorbeugen bzw. diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der Läuse Wespen anziehen.
Wenn Holzverschalungen am Haus regelmäßig gepflegt und mit umweltfreundlichen Lacken angestrichen werden, wird das Holz nicht von Wespen zu Nistmaterial verarbeitet.
Um Wespen, die sich ins Haus verirrt haben, wieder nach draußen zu bringen, wird ein Glas über die Wespe gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als Boden untergeschoben.
Nach den ersten Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Nur die Königin überlebt und sucht sich einen anderen Platz zum Überwintern. Man kann das Nest nun gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern, denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen könnten sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an der es "nach Wespe riecht".
Wespennester in der Nähe von Kindern entfernen. Dafür keine Pestizide verwenden, sondern Wespennester nur von Experten entfernen lassen. Die untere Naturschutzbehörde bei ihrem zuständigen Landratsamt informiert über die Experten vor Ort.
Quelle: nabu.de

 

 

© Nils Möller 2007